04.07.2003 Klatschzeitungen schachmatt gesetzt

Das Kronprinzenpaar ist sehr wohl darüber informiert, in welchem Ton die ausländische Presse über sie schreibt. Sie haben jedoch nur wenige Mittel sich öffentlich dagegen zu wehren.

Der Tag der Bekanntgabe der Schwangerschaft von Kronprinzessin Mette-Marit war gleichzeitig ein rabenschwarzer Tag für die einschlägige Regenbogenpresse. Hatte sie sich doch gerade mit niederschmetternden Fortsetzungsromanen über das norwegische Kronprinzenpaar in Fahrt geschrieben.

Zeitgleich mit den frohen Meldungen aus Oslo prangten in den deutschen Zeitschriftenregalen Schlagzeilen wie diese auf den Titelseiten:

"Haakon und Mette-Marit: Scheidung beschlossen"
"Haakon hat eine Geliebte in London"
"Mette-Marit: Zusammenbruch bei der Taufe von Maud Angelica, weil sie kein Kind bekommen kann"
"Das wilde Vorleben hat sie unfruchtbar gemacht"

Eine Woche später musste eine schlüssige 180 Grad Wende herbei geschrieben werden, die dann in etwa so klang: "Haakon und Mette-Marit - Bringt das Baby die Versöhnung?" ...

Kein Wunder, dass Kronprinzessin Mette-Marit nach der Meldung des Hofes über die Schwangerschaft gegenüber Journalisten sagte: "Ich bin ja so glücklich! Es ist eine Erleichterung, dass es jetzt öffentlich ist."

Die Zeitschrift Gala hat über dem Druck aus Medien und Öffentlichkeit  einen recht guten Artikel verfasst, den Sie über einen Link erreichen können. Es hat sich dort jedoch ein kleiner Fehler eingeschlichen, denn Kronprinz Haakon hat Marius nicht adoptiert.  Auch wenn Marius sehr herzlich in die Familie aufgenommen worden ist, so äußerte sich das Kronprinzenpaar in einem Interview einmal wie folgt: "Marius hat ein Vater, zu dem er schon immer Papa gesagt hat. Haakon ist für ihn einfach Haakon".

Artikel aus Gala: Mette-Marit - Wird jetzt alles wieder gut?
Portrait über Marius Borg Høiby


Norwegens Königshof beschwerte sich offiziell über deutsche Presse
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