12.11.2003: Kampf gegen die Klatschpresse

Auch der Schwedische Hof ist der andauernden Lügengeschichten in der einschlägigen deutschen Klatschpresse überdrüssig. Nachdem mehrfache Appelle der Pressesprecher des Hofes nicht fruchteten, engagierte der Schwedische Hof den Hamburger Rechtsanwalt Matthias Prinz.

Prinz konnte bereits erste Erfolge erzielen. Die Klage des Hofes vor dem Landgericht Frankental gegen den Klambt-Verlag wurde aufgrund einer außergerichtlichen Einigung zurückgezogen. Der Verlag erklärte sich bereit u. a. auf die  Titelseite der nächsten Ausgabe der Zeitschrift "Woche der Frau" einen Widerruf der Behauptungen 'Kronprinzessin Victoria würde Prinz Nikolaos von Griechenland heiraten' und 'König Carl Gustav hätte Prinzessin Victoria eine "Liebesinsel" in der Nordsee geschenkt' zu drucken. Außerdem werde der Verlag eine öffentliche Entschuldigung abdrucken.

Am Montag war schwedischen Medienberichten zu entnehmen, dass Rechtsanwalt Prinz bereits 40 anfechtbare Meldungen bei der Durchsicht diverser Blätter gefunden habe. Der Schwedische Hof hatte Prinz beauftragt den deutsche Bläter zur Vorbereitung von Klagen zu überprüfen. Dem Rechtsanwalt zufolge seien bereits 10 Forderungen nach einer Gegendarstellung erhoben worden.


Norwegischer Hof plant keine gerichtlichen Schritte

Nachtrag vom 18.11.2003
Der Norwegische Hof hatte sich im Frühjahr 2003 offiziell bei der deutschen und spanischen Presse über die permanenten, erfundenen Geschichten vor allen Dingen über Kronprinzessin Mette-Marit beschwert. Schon damals hieß es, der Hof würde rechtliche Schritte in Erwägung ziehen, sollte die Beschwerde keine Früchte tragen. Es sei zu befürchten, so die Hofsprecherin damals, dass die Leser am Ende noch glauben, was dort geschrieben steht.

Norwegische Medien spekulierten, ob der Norwegische Hof dem Beispiel des Schwedischen Hofes folgen und jetzt ebenfalls gerichtlich einschreiten würde. Ein Hofsprecher sagte auf Anfrage jedoch nur, man hätte die Vorgehensweise der Schweden zur Kenntnis genommen.

Während des Besuches am 18. November zum 50. Jubiläum des Freizeitclubs Oslo berichtete Kronprinz Haakon den nachfragenden Journalisten: "Es ist sehr positiv, dass man solche Verfahren gewinnen kann. Im Augenblick hat dieses Verfahren für uns keine Konsequenzen."


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