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20.04.2004 Dar es Salaam - 1. Tag der Reise:
Morgens um 6.50 Uhr Ortszeit landete Kronprinz Haakon am 30. April in Tansania
zu seinem ersten offiziellen Besuch. Privat hatte er das Land bereits zweimal
bereist. Staatsminister Frederick Sumaye hieß den Gast aus Norwegen herzlich
willkommen. Mit dabei waren aus Justizminister Backari Mwatachio und die
Norwegische Botschafterin Jorunn Mæhlum.
Ein schweres Busunglück, bei dem 35 junge Menschen ums Leben kamen,
überschatte die Ankunft von Kronprinz Haakon in Tansania. Der Kronprinz hätte
heute eine neue Schule im Dorf Ng’obho einweihen sollen, aber viele Schüler der
Schule waren unter den Opfern des Busunglücks. Auch ein Besuch der Universität in Dar es Salaam wurde wegen einer
Studentendemonstration aus dem Programm herausgenommen. Die Studenten kämpfen
derzeit für die Änderung der Studiendarlehen.
Dafür nahm sich Kronprinz Haakon sehr viel Zeit bei seinem Besuch des
Pasada-Centers, einem Klinikum für HIV/AIDS Patienten. Frauen und Kinder finden
dort Zuflucht und Hilfe. "Dieser Besuch war ein sehr prägendes Erlebnis. Es ist
sehr wichtig darauf zu schauen, wie die Menschen mit AIDS ihr Leben meistern",
sagte der Kronprinz auf seinem Rundgang durch das Center.
21.04.2004 - Sansibar und Mwanza - 2. Tag der Reise:
Sansibar:
Mit dem Privatjet des Präsidenten flog Kronprinz Haakon weiter auf die
Trauminsel Sansibar. Während des 5stündigen Aufenthalts war ein Mammutprogramm
zu absolvieren:
Besichtigung des Palace Museum im Hafen von Stone Town, der Altstadt von
Sansibar.
Weiterfahrt zum Jazani-Wald, der von der UNDP Unterstützung erhält, zur
Erhaltung der Artenvielfalt.
Besuch des Dorfes Kikungwi, das bereits Zugang zu Strom besitzt. Norwegen
unterstützt Sansibar seit den 80er Jahren bei der Elektrifizierung der Insel.
Einladung zum Lunch durch Sansibars Präsident Arbeid Amani Karume und Minister
Shamsi Vuai Nahoda. Die Insel Sansibar und Tansania begehen in diesen Tagen den
40. Jahrestag der Union, die im April 1964 eingegangen wurde.
Mwanza:
Herzlich afrikanischer Empfang in Mwanza für Kronprinz Haakon durch
Bürgermeister Daniel ole Njoolay, inklusive einer traditionellen Tanzdarbietung
mit einer beeindruckend großen Pythonschlange.
22.04.2004 - Mwanza und Anreise Arusha
Mwanza:
Auch heute war der Terminkalender für Kronprinz Haakon dicht gedrängt. Im Rahmen
seiner Arbeit als Goodwill-Botschafter durchschnitt der er das Band zur
Eröffnung eines dauerhaften Marktes unter freiem Himmel in Hungumalwa im Distrikt Kwimba. Etliche tausend
Menschen verfolgten die Zeremonie und strömten gleich nach der Eröffnung auf das
Warenange-bot zu, das neben Reis, Mais und Bohnen auch Bekleidung für den
einfachen Bedarf anbietet.
Kronprinz Haakon gab an diesem Tag auch eine Landstrasse in Ilula für den
Verkehr frei. Weitere 250 km werden gerade mit Unterstützung Norwegens instand
gesetzt, wobei alle Arbeiten, von der Ingenieurs-leistung bis zum Bau vom
Arbeitskräften in Tansania ausgeführt werden.
Viele glückliche Gesichter gab es beim Besuch Imamilo Schule in Mwanza. Nachdem
am ersten Tag seiner Reise Kronprinz Haakon die Schule im Dorf Ng’obho nicht
persönlich einweihen konnte, kamen viele Schüler heute nach Mwanza, um Kronprinz
Haakon zu sehen. Die Schüler hatten für Prinzessin Ingrid Alexandra eine Stoffpuppe
mitgebracht. In seiner Rede sprach Kronprinz Haakon sein Mitgefühl für die Oper
des Busunglückes aus und freute sich sehr, dass er nun doch Gelegenheit hatte,
mit den Schülern zu sprechen.
23.04.2004 - Arusha und Dar es Salaam, Abreise nach Norwegen
Am letzten Tag seiner Reise durch Tansania besichtigte Kronprinz Haakon ein
Brunnenbauprojekt im Dorf Kambi ya Mkaa, außerhalb von Arusha. 1999 wurde
zusammen mit der internationalen Evangelischen Kirche in Arusha und UNDP ein
Brunnen mit elektrisch betriebener Pumpe und einem Wasserreservoir errichtet.
3000 Menschen in vier Dörfern sind vom Wasser aus der Brunnenanlage abhängig.
Für das Volk von Kambi ay Mkaa pflanzte Kronprinz Haakon einen Baum, der auch
ein Schild bekommen hat, um an diesen Tag zu erinnern. Die Einwohner, Massai,
die am Fuße des Kilimandscharo leben, legten ihre schönsten Kleider und
prachtvollen Schmuck an für die persönliche Begrüßung des Thronfolgers aus dem
hohen Norden in Europa.
Zum Abschluss der Reise dankte Bischof Eliudi Issangya dem Kronprinzen für
seinen Einsatz. Er sei stolz und glücklich darüber, dass Kronprinz Haakon sich
um die Entwicklungshilfe bemühe und die Zeit fand, persönlich nach Tansania zu
reisen.
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